Die Geschichte des Hauses Laurent-Perrier

Das erste Etikett, von Alphonse PierlotDas erste Etikett, von Alphonse Pierlot.

1812 - 1881
Alphonse Pierlot

Alphonse Pierlot, vormals Küfer und Abfüller aus Chigny-les-Roses, lässt sich in Tours-sur-Marne auf den Parzellen „Plaisances“ und „La Tour Glorieux” nieder und nimmt die Produktion des Hauses auf.

Eugene Laurent und Mathilde-Emilie Perrier Eugène Laurent (1843-1887) und Mathilde Emilie Perrier (1850-1925).

1881 - 1887
Eugène Laurent

Alphonse Pierlot vermacht das Geschäft seinem Kellermeister Eugène Laurent, ein Winzer in dritter Generation. Dieser leitet das Haus gemeinsam mit seiner Frau, Mathilde-Emilie Perrier.

Ein Artikel über Laurent-PerrierEin Artikel über Laurent-Perrier, Champagner „ohne Zucker“ erscheint in The Illustrated London News, am 27. November 1887.

1887 - 1925
Mathilde-Emilie Perrier

Nach dem Tod Eugènes 1887 übernimmt seine Witwe Mathilde allein die Führung des Unternehmens. Sie verbindet ihren Mädchennamen mit dem ihres Gatten und gründet die Marke Veuve Laurent-Perrier & Co.

Ansicht von Laurent-Perrier Anfang 19. JhAnsicht von Laurent-Perrier Anfang 19. Jh.

1914

Unter der Leitung Mathildes produziert das Haus 50.000 Kisten Champagner: ein Rekord, mit dem sie in die Reihe der führenden Champagnerhäuser aufsteigt.

1920

Nachdem die Firma wie das gesamte Gebiet schwer unter dem Ersten Weltkrieg gelitten hat, beschließt Mathilde, die Marke Laurent-Perrier auf dem englischen Markt einzuführen. Dafür stellt sie Alexander Fletcher Keith Mackenzie ein. Der Erfolg bei den britischen Weinkennern lässt nicht auf sich warten und ist immer noch aktuell.

Boutique Laurent-Perrier in ParisBoutique Laurent-Perrier Rue de Maubeuge in Paris, Anfang 20. Jh.

1925 - 1939
Eugénie Hortense Laurent

Nach dem Tode Mathildes 1925 erbt Eugénie das Haus Laurent-Perrier. Doch es war eine schwere Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, und Eugénie verkaufte das Unternehmen an Marie-Louise Lanson de Nonancourt.

Marie-Louise Lanson de NonancourtMarie-Louise Lanson de Nonancourt

1939 - 1949
Marie-Louise de Nonancourt

Marie-Louise Lanson de Nonancourt ist die Schwester von Victor und Henri Lanson. Sie möchte in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld die Zukunft ihrer drei Söhne sichern. Sie nimmt die sich ihr bietende Gelegenheit wahr und investiert ihre gesamten Ersparnisse in den Erwerb der Firma Laurent-Perrier. Diese steht vor dem Konkurs, und besitzt nur noch rund 1.000 Kisten Champagner, die bereits mit einer Hypothek belastet sind. In den Jahren des 2. Weltkriegs leitet sie das Haus. Sie versteckt ihre 10 000 Kartons hinter einer Mauer, während ihre beiden Söhne an der Front Kämpfen.

Maurice de Nonancourt, der älteste Sohn, der nach dem Krieg die Leitung von Laurent-Perrier übernehmen sollte, gerät in Gefangenschaft und stirbt im Konzentrationslager Oranienburg .

Bernard de Nonancourt in jungen JahrenBernard de Nonancourt in jungen Jahren.

1945

Ende des Zweiten Weltkriegs. Unteroffizier Bernard de Nonancourt und seine Kameraden von der zweiten Panzerdivision unter General Leclerc treffen in Berchtesgaden ein und, öffnen die Tore zum privaten Weinkeller Hitlers im „Adlerhorst“. Hier entdeckt Bernard zu seinem größten Erstaunen mehrere hundert Kisten Salon Champagner, deren Diebstahl er fünf Jahre früher als unfreiwilliger Zeuge miterleben musste.

1945 - 1949

Bernard de Nonancourt, der Heimkehrer, beginnt seine Lehrzeit, um sich auf die Führung der Firma Laurent-Perrier vorzubereiten. Er befolgt den Rat seiner Mutter: „Du kannst kein guter Firmenchef werden, wenn du nicht zuerst ein guter Arbeiter warst“. Er lässt sich in den Champagnerfirmen Lanson und Delamotte ausbilden, wo er alle Facetten der Champagnerbereitung erlernt.

1949 - Gegenwart
Bernard de Nonancourt

Angespornt von seiner Liebe zum Champagner und der hohen Achtung für seine Mitarbeiter, widmet Bernard de Nonancourt sein Leben dem weiteren Aufbau der Firma Laurent-Perrier. Seine Unternehmensphilosophie lautet: „Qualität der Weine, Qualität der Menschen“. Er ist einer der ersten, der traditionelle Champagner-Konzepte wiederbelebt und sie der jungen Generation vermittelt: zum Beispiel Brut nature (ohne Dosage), Cuvée de Prestige, der „Mehrfach-Jahrgangswein“, und der jahrgangslose Rosé Brut. Unter seiner Führung steigt Laurent-Perrier zum größten Familienunternehmen unter den Champagnerproduzenten und zu einer der weltweit geschätztesten Marken auf.

1950

Laurent-Perrier ist eine der ersten Champagnerfirmen, die Edelstahltanks benutzen. Sie ermöglichen eine Gärung bei niedrigen Temperaturen, so dass der Wein die Frische und Komplexität seiner Aromen bewahrt.

Grand Siècle La Cuvée

1959

Laurent-Perrier bringt die erste aus mehreren außergewöhnlichen Jahrgängen komponierte Cuvée de Prestige auf den Markt. Grand Siècle verkörpert die Philosophie des Hauses, die es vorzieht, am Charakter von Champagner festzuhalten, anstatt sich auf einen elitären Wettlauf einzulassen. In der Champagne waren die Prestige Cuvées bislang nur aus Weinen eines einzigen guten Erntejahrs hergestellt worden. Mit der Mischung von Weinen aus drei außergewöhnlich guten Erntejahren innoviert Laurent-Perrier, so dass seine Prestige Cuvée in der schwierigen Kombination von Finesse und kräftiger Struktur große Beständigkeit aufweist.

Cuvée Rosé Brut

1968

Laurent-Perrier bringt seine Cuvée Rosé Brut heraus, eine Rosé-Mischung in einer Sonderflasche. Heutzutage eher selten, wird das Prinzip der Maische-Ggärung angewendet (auch Saignée genannt), um aus den Schalen den lachsfarbenen-rosa Farbton zu gewinnen und den Wein fruchtiger und komplexer zu machen.

Alain Terrier

1975

Alain Terrier wird Kellermeister bei Laurent-Perrier. Weinmacher mit Leib und Seele ist er der Schöpfer der Champagner von Laurent-Perrier; dabei liegen ihm zwei Dinge besonders am Herzen: die führende Stellung von Laurent-Perrier im Bereich technischer Neurungen auszubauen und die Traditionen der Champagne zu bewahren.

1978

Das Haus Laurent-Perrier macht einen entscheidenden Schritt im internationalen Vertrieb seiner Champagner : es gründet die erste Vertriebsfiliale, Laurent-Perrier UK.

Ultra Brut

1981

Laurent-Perrier ist das erste Haus, das den Begriff eines Champagners brut nature (ohne jede Dosage) wieder einführt: Laurent-Perrier Ultra Brut.

Alexandra Rosé 1997

1987

Zur Hochzeit seiner Tochter Alexandra kreiert Bernard de Nonancourt einen Prestige-Rosé-Jahrgangswein: Grand Siècle Alexandra Rosé 1982. Dieser seltene Jahrgangs-Rosé wird bei echten Kennern schnell zu einem „must“. Der Alexandra Rosé 1998 ist die jüngste Schöpfung dieser Cuvée, die in begrenzten Mengen hergestellt wird.

 

 

 

 

1992

Laurent-Perrier gründet seine zweite Vertriebsfiliale: Laurent-Perrier Schweiz.

1997

Yves Dumont wird Vorstandvorsitzender von Champagne Laurent-Perrier. Seine geschäftliche Erfahrung und der kreative Geist des Hauses, sind die Triebfeder des weiteren Aufstiegs von Laurent-Perrier.

1998

Laurent-Perrier baut seine Präsenz in den Vereinigten Staaten aus : Gründung der ersten Vertriebsgesellschaft außerhalb Europas: Laurent-Perrier U.S.A.

1999

Laurent-Perrier gründet seine vierte Vertriebsfiliale: Laurent-Perrier Belgien.

1999

Laurent-Perrier führt einen Minderheitsanteil seines Kapitals am Pariser Freiverkehrsmarkt ein. Mehr als tausend Winzer der Champagne kaufen die Aktien des ihnen reservierten Anteils.

Relais et Chateaux

2001

Laurent-Perrier wird offizieller Partner von Relais & Châteaux, ein internationale Verband streng selektierter unabhängiger Hotels und Gaststätten mit Exklusivcharakter.

Château Malakoff

2004

Der Erwerb von Château Malakoff verstärkt sowohl die Traubenreserve von Laurent-Perrier, die gemäß der Tradition des Hauses auf den partnerschaftlichen Beziehungen zu den Weinbauern beruht, als auch die Stellung von Laurent-Perrier bei seinen Kunden und auf dem Markt.

 

2004

Michel Fauconnet wird Kellermeister und Produktionsleiter von Champagne Laurent-Perrier. Er ist der dritte Kellermeister seit der Gründung des Hauses.

2005

Maurice de Kervénoaël wird zum Präsidenten des Aufsichtsrats von Champagne Laurent-Perrier ernannt; Bernard de Nonancourt wird Ehrenpräsident des Aufsichtsrats.

Drapeau Japonais

2007

Vertrag für den Vertrieb in Japan mit der Firma Suntory.

Drapeau Allemand

2008

Laurent-Perrier richtet seine fünfte Filiale in Deutschland ein.

 

2009

Stéphane Tsassis wird Präsident der Gruppe Laurent-Perrier und Vorstandsvorsitzender von Champagne Laurent-Perrier, mit dem Auftrag, Laurent-Perrier seiner Zukunft entgegenzuführen und die Werte und die Unabhängigkeit des Hauses aufrechtzuerhalten.

2009

Gründung von Laurent-Perrier Développement unter der Führung von Präsident Yves Dumont. Diese neue Einheit sorgt für Rat und Beistand im Rahmen der Entwicklung der Gruppe und seiner strategischen Orientierung. Sie spielt zudem eine wichtige Rolle bei den Beziehungen des Hauses innerhalb der innerberuflichen Instanzen und Organismen.